Blutegeltherapie

Blutegel, Verwandte des Regenwurms, werden in Blutegelfarmen zu medizinischen Zwecken gezüchtet. Sie unterliegen dort strenger Überwachung und Pflege. Nach Einsatz werden die Egel wieder zur Farm zurückgeschickt, dort dürfen sie ihre verbleibende Lebenszeit im "Rentnerbecken" verbringen.
 Egel besitzen 3 Kiefer mit Zähnchen, die nach dem Biss kleine dreizackige Narben (in etwa in der Form eines Mercedessterns) hinterlassen. Sie saugen in dem Zeitraum von 30-90 Minuten ca. 10 ml Blut und fallen danach ab.
Das faszinierende ist:
Blutegel haben eine einzigartige Strategie entwickelt: sie nützen ihrem Wirt, denn im Gegenzug für das Blut erhält der Mensch einen Cocktail hochwirksamer natürlicher Heilstoffe (ca. 200!).
Diese Heilstoffe wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd, lymphstrombeschleunigend, entstauend, antithrombotisch, gerinnungshemmend und leiten somit Gifte, sowie Stoffwechselprodukte raus.
Es entsteht eine erwünschte Nachblutung, die mehrere Stunden andauern kann. Aus diesem Grund, unter anderem, bedarf diese Behandlung einer vorherigen ausführlichen Anamnese, da blutverdünnende Medikamente (z.B. Marcumar, ASS, Eliquis...), oder Blutarmut Kontraindikationen darstellen.
 
Häufigste Indikationen sind:

  • Gelenksarthrosen (Verschleiß), Gelenksarthitis (Entzündung): z.B. Kniegelenk, Sprunggelenk, Schulter-Handgelenk, Daumen-Fingergelenke, Zehengelenke
  • Muskel-Sehnenscheidenentzündungen, z.B. Tennisarm, Epicondyllitis, Bursitis
  • Muskelschmerzen nach Fehlhaltung, Überlastung
  • Hämatome, Prellungen, Quetschungen
  • chronische Schmerzen der Wirbelsäule
  • Venenleiden (Krampfadern, Haemorrhoiden, Venenentzündung)
  • Tinnitus, Hörsturz
  • Migräne
  • Mittelohrentzündung
  • Herpes Zoster
  • ...

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